War so nicht zu erwarten
Freunde der sportlichen Unterhaltung!
Nachdem Olympia mit seiner Short – Cross – Mountain – Curling und Schneemann bauen gottseidank vorbei ist, platzen so langsam die Knospen des heimatlichen Fußballs wieder auf. Auch im Unterland ist die Zeit der roten Augen vorbei und im südlichen Zipfel des Hildburghäuser Landkreises werden wieder die Schürsenkel in die glänzenden Töppen gefädelt und die ersten zaghaften Bewegungen in kleine Trainingseinheiten verwandelt. Letzten Sonntag spielte eine Mannschaft der SG Unterland in Memmelsdorf bei Ebern gegen Gleußen bei Itzgrund. Auf dem Hartplatz hatte die Oberfränkische Straßenbaumeisterei noch einmal eine extra Schicht frischen Splitt aufgetragen und alle Beteiligten freuten sich. 2:2 war dann das Ende und keiner wusste so richtig, welche Lehren gezogen werden sollten.
Eine Woche später /gestern) reiste die SG Truppe nach Hildburghausen zum Kreisoberliga Reserve der Kreishauptstadt Reserve. Das war dann schon mal ein ernst zunehmender Test und nicht nur die Spieler, auch die sehr zahlreichen Fans waren gespannt, was denn die Granulat Nummer bringt.
Die Gäste hatten ein paar Lücken in der ersten Elf, welche aber kunstvoll transplantiert wurden, mit dem Vermerk: keine sichtbaren Narben.
Die Gastgeber hatten ein Gemisch aus Landes und – 1. Kreisklasse und bei Sonne und Becherbier blies Schiri Meinunger zum Halali. Dabei fiel ihm ein, dass das Singen der Nationalhymnen vergessen wurde. Egal, wird in der Pause nachgeholt.
Beide Mannschaften wollten nach vorn spielen, beide verteidigten das auch sofort wirklich gut. Die Gastgeber hatten ein Quäntchen mehr Spielanlage und die Unterländer den effektiven Zuschnitt.
Freistoß halb rechts – Butzke – gefühlvoll – langes Eck – Tor. Die Gäste führten und das wurmte die Gastgeber, welche den Ball jetzt energischer durch die eigenen Reihen laufen ließen. Eine solche Staffelei brachte den Hildburghäuser Stürmer in das 1 zu 1 mit Digritz und dieser verhinderte grandios den Ausgleich. Die Gäste zeigten ein wirklich gutes arrangiertes Spiel, mit vielen gewonnen Zweikämpfen und etlichen spielerischen Akzenten. Besonders erfreulich war die durchgängige Fitness und Spritzigkeit aller Unterlands Akteure, welche der Hibu Reserve stark zu schaffen machte. Das Tor des Spiels erzielte dann der junge Schumann, welcher aus 14,3 Meter der Ball aus der Luft nehmend unter die Latte drosch. Sensationell. Unterland führte mit zwei Toren und so konnten schon vor der Pause die ersten Wechsel vorgenommen werden, mit dem Hintergrund der Spielpraxis und dem Verschnaufens.
Nach der Pause ging es dann Schlag auf Schlag. Gut für die Hildburghäuser, dass es schon Nachmittag war. Das hätte sonst einen ganz bitteren Start in den Tag gegeben. Fischer und Hopf erhöhten gekonnt auf 4 zu 0 für die Gäste und die Mannen von Hibu II spielten schon recht deutlich die Brausetablette und zeigten Auflösungserscheinungen. Trotzdem zeigten sie nochmal Kante und erzielten den Ehrentreffer, welches aber Wiener und nochmal Hopf gleich wieder in Vergessenheit brachten. Und weil so schön war auf dem heiligen Kreisstadt – Kunstrasen machten die Gäste noch ein Geschenk in Form eines fast Eigentores.
Zusammenfassung:
Beim ersten richtigen sportlichen Auftritt der Männer vom Unterland waren viel Wille und Mut zusehen. Alle eingesetzten Spieler arbeiteten fast am Limit und überzeugten durch spielerische Schnelligkeit, mit einer erstaunlichen physischen Verfassung und dem unbändigen Willen, das „nur“ Testspiel zu gewinnen. Besonders die erfahrenen Spieler überraschten 90 Minuten lang mit spielerischer und körperlicher Präsenz und führten die „Jungen“ wie man liest sehr erfolgreich.
Das an diesem Sonntagnachmittag die Hildburghäuser das Spiel gewinnen würden war im Endeffekt unmöglich. Wahrscheinlicher kommt ein Brief ohne Briefmarke oder der Anmachspruch: Du bist nicht nur der Hammer, Du bist der ganze Werkzeugkasten, an.
Nächsten Sonntag wartet Gleichamberg in Schönbrunn auf unsere Helden …zum nächsten Test.


