Naja

Nach dem bemerkenswerten Sieg in Hildburghausen gegen die „Kreisstadt - Zweite“ stand eine Woche danach der nächste Test an.  Auf der Ummerstädter Höh empfing eine Auswahl der SG den Kreisligisten Gleichamberg. Für viele haben Freundschaftsspiele das Level von Völkerball Freitag in der sechsten Stunde, für viele andere sind diese Tests wichtiger Aufschluss für den derzeitigen Stand der Physis und ein wichtiges Teil im Vorbereitungspuzzle. Andere Insider können aus der Testleistung herauslesen, wie der vorhergehende Abend/Nacht abgelaufen ist.

Übrigens der Preis für den heutigen Sieger war ein originales chinesisches Gericht aus dem Seysingshof (siehe Foto).

Die Gäste kamen mit einer  Truppe voller jungen Lebenssaft, was sie dann auch im Spiel zeigten, dass sie voller fußballerischer spritziger Ideen sind. Beim Gastgeber waren wie immer etliche Schlaglöcher in der Aufstellung zu verzeichnen, so zwangen Verletzungen, Urlaub, Weiterbildungen, ARD Mediathek Workshop, Bürgermeisterwahl in Coburg und Spendenmarathon rund um den Thonberg den halben Kader in andere Termine.

Trainer Weigand machte vor dem Spiel trotzdem klar, dass das heute nicht die WM im Fingerhakeln ist und wollte Einsatz und Leistung sehen.

Nach den schweren Wintermonaten präsentierte sich ein abgetrocknetes und holpriges Geläuf, auf welchem aber beide Teams ihre Künste zeigen mussten.

Jede Mannschaft versuchte von Minute 1 an, den Ball zu kontrollieren und das jeder auf seine Art. Die Gäste schnell kurz und direkt und die Gastgeber überwiegend lang und indirekt. Bei den Bemühungen blieb es aber weitestgehend in der ersten halben Stunde. Beide Teams hatten vor den Toren sehr wenig Gefährlichkeit und somit waren die Zuschauer wenigstens froh, dass die Klara aus dem oberen Lebensraum runterschaute. Kurze vor Halbzeit tropfte aus dem jungen Wiener dann ein kleiner Extrakt von Fußball und er erzielte nach kurzer guter Einzelleistung die Führung für die SG.

Naja gut, is halt so.

Die Lautsprecher spielten dann in der Halbzeit den alten Schlager „Wind bring den Regen her“ von Kati Kovacz und die männlichen Fans verstanden sofort und holten sich „Sturm“s.

Wir fassen uns jetzt kurz und in Schlagzeilen.

Der Gastgeber setzte zwei Einschläge zu den Einen und führte nach 15 Nachpausen Minuten 3 zu 0

Somit war gleich der Bruder Leichtsinn auf dem Platz

Die Gäste leckten und machten aus dem schlechten Unterländer Abwehrprodukt sofort Gold in Form von zwei Gegentreffern.

Bedanken müssen sich die Einheimischen bei ihren Torwart Digritz, der mit mehreren spektakulären Paraden weitere Tore der Gäste verhinderte.

Aber auf der Gegenseite wurden auch etliche glasklare Glocken hergeschenkt.

Nach den zwei Gegentreffern wurde die letzte aggressive Wurzel im Gästegebiss gezogen und die Stomatologen Hopf und Butzke entfernten ohne Betäubung den letzten Zahnschmelz.

Das wars dann. Erfrischende junge Wilde aus den Bergen gegen eine Mischung aus Routine und einer Kreation von Vorhersehbaren aus dem Extrakt des vorabendlichen Frauentages.  

Schöne Szenen nach Abpfiff, die Spieler beider Teams klatschten sich noch gegenseitig ab und machten eine Menge Selfies.

Warum nicht, Fußballfeste muss man feiern, genießt und blast ein zwei Dübel in den Himmel, bleibt aber auf dem Teppich.

Und nächstes Wochenende sehen wir uns wieder und falls nicht, singen wir alle das Lied unter der eigenen Bettdecke: „Wir haben alle gute Laune“. Alta – was ist denn jetzt passiert…