Mal was anderes

Auf Grund der Zeitumstellung mussten die technischen Berichterstattung - Systeme erst wieder in den vierten Stock hochfahren und scharf geschalten werden. Puh!

 

Zu halbwegs Arbeitnehmerfreundlichen Zeit folgte am Sonntag der Aufgalopp der ersten Reihe aus dem Unterland gegen die Enklave Sonneberg – welche man mit Namen Heubisch in der Geschichtsbüchern findet.

Die Ausgangslage war klar, Die SG will weiter Serie machen und die Gäste bauen die ersten Staudämme gegen die Abwehrfluten.

Begleitet wurden die Akteure von einer doch für dieses Wetter stattlich Anzahl von Fans, welche nicht so richtig wussten, was sie heute erwarteten würde.

Das Schiedsrichter Trio war gespickt mit berühmten Namen, welche der Bedeutung des Spiels angemessen war. Sie eröffneten das Spiel gleich mit einer Regeländerung, sprich mit dem Münzwurf. Also nicht per Schere – Stein – Papier.

Nach Sekunden merkten die Gäste sehr deutlich, heute gehen sie unter. Sie riefen Eisberg voraus und hatten gleich den ersten Pinguin im Netz. Nach zwei Minuten 1 zu 0. Und die Gastgeber gaben weiter Gas, was bei den derzeitigen Preisen nicht so einfach ist. Verschiedene gefährliche Torannäherungen standen auf dem Plan, aber die Quintessenz fehlte. Dann kamen die Sekunden des linken Fußes vom jungen Fischer. Aus 20 Metern kam es zur Begegnung Fuß – Ball und die Fans rasteten aus.

2 : 0 und die Anhänger des Fußballs, der Sagen und Märchen riefen „Das ist er, der Feingeist mit dem Zauberfuß“. Sie wussten aber auch, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis er in das Fantasieland ausreist, wo immer die Sonne scheint, und dort Beethoven genannt wird und ab sofort als „der andere Fußballer“ gilt. Okay, für das Rauschgift Dezernat war noch kein Eingreifen notwendig und „Johanniter“ wurden gerufen, aber vergaßen den Alkoholtester mit Spitznamen „Alkomat“.

In den nächsten sieben Minuten vor der Pause machten Hopf und nochmal Fischer einen kleinen Ringel Pietz mit den Gästen und die Gastgeber hatten ein rasantes 5 zu 0 zur Halbzeit im Jutebeutel. Was war los mit den Gästen…die Offensivbemühungen glichen einer fußlahmen Oma und einem armen Teufel im Rollstuhl. Also selbst Blumenerde hat man schön gefährlicher gesehen. Man hatte die Heubischer ganz anders erwartet, aber wie gesagt …

Schiri Frank hatte in der ersten Halbzeit nur einen kleinen Lapsus auf seiner Agenda, in dem er wegen Antipathie einen glasklaren Elfmeter für die Gastgeber nicht pfiff. Gut…bei dem Halbzeitstand kostete diese Kleinigkeit den Spielern ein kleines Lächeln und den Fans ein müdes Arschrunzeln. Nebenbei muss bemerkt werden, dass der Stadionsprecher in der Halbzeit ausgewechselt werden musste. Er wollte laufen das Lied „Schenk nochmal ein Gregori“ anstimmen, was aber bei einem 5 zu 0 gegen die Normen der Ethik, Moral und sämtlichen guten Kinderstuben ist.

Es war Halbzeit und im Sportheim wurde wieder den interessierten Schaulustigen allerhand geboten. Zu Gast war unter anderem ein weltbekannter Veterinär, welcher den Liebhabern von Vögeln die Darmspiegelung mit Strohhalm an einem Wellensittich demonstrierte. Im Anschluss gab ein Dozent von Weight Watchers ein paar geheime Ratschläge, unter anderem, wenn man am Mittag einen Steinmarder isst, der nicht mehr ganz frisch ist, dass man da am nächsten Tag Marmor bricht. Hilfe….

Gestärkt mit Neuigkeiten und Informationen walzten die Fans wieder nach draußen, wo auf dem grün gelben Teppich die Show weiterging. Da die Gäste alle 5 Minuten überlegten, ob sie aufgeben, den Platz verlassen und sich in der Kabine wärmen, wurden zwei Handvoll Chancen seitens der Gastgeber großzügig vergeben. So kam es, dass nur drei Mal die Kugel in das Netz Richtung Kreck rollte und es zum Ende hin 8 zu 0 stand.

Zusammenfassend geht die Botschaft in die Welt: Heimspiele der SG Unterland, in den Zeiten der Energiekriese, sind ein zuverlässiges und heißes Lagerfeuer für die Unterlands – Fußball – Nation. Kommet und wärmet Euch. Amen. Gude Nacht.