Apokalypse am Karpfenteich

Samstag in Bettelhecken bei Sonneberg stand der Fußball still, er kam zum Erliegen. Von allen Protagonisten ungewollt und doch getan. Na ja, komplett fußballfrei war’s auch nicht. Immerhin fand das Spiel, der Hit und Klassiker  vergangener Zeiten, statt. Bedauerlich war nur, dass alles live im Thüringer Wald – TV übertragen wurde.

Fassen wir zusammen, was gab es zu beschauen und später zu berichten.

Das westliche SON erwartete die SG Unterland zu einem Samstag Knaller. Auf Grund von Sicherheitsbedenken wurden nur 8 Journalisten zugelassen und der heimische Anhang bestand zu 2/3 aus Mädchen und Frauen aus der Region, welche sich alle auf die hübschen Unterländer freuten. Unterdessen lief im Gäste Bus während der Hinfahrt permanent der Ohrwurm „Commit mir ins Abenteuerland“.

Kulmbacher vom Rost und Bratwurschd vom Fass, Sonne und ein guter Schiri waren auf der Haben – Seite. Im Soll wünschten sich alle ein geiles Match, straffe Strafraumszenen mit viel Schmackes Zweikämpfen und schwer nachvollziehbaren Zuschauerrufen.

Was war das Ergebnis nach Steuern?

Bis über die Haarspitzen motivierte Gastgeber und willige Gäste, welche aber mehr mit sich zu tun hatten als mit dem Gegner.

Wir wollen als enthusiastische Medien Experten den Lesern doch Einiges ersparen. Deswegen  all das Gewesene in Steno.

Irgendwann kamen die Tränen auf Knopfdruck und die Gäste führten zur Halbzeit 2:1, obwohl die Westler zwei drei klare Glocken (aus Rom) hatten.

Die zweite Halbzeit lief unter dem Motto „Do or Die“. Bei den Gastgebern war es eher so „Whoever shouts louder, wins“. Die Besitzer eines Bungalows in der nahen Kleingartengartenanlage „Dreibeiniger Hund“ dachten zeitweilig, sie wären Komparsen in einem Horrorfilm, so ein Gebrüll trug der Wind zu ihnen rüber. Da sie es vom Dialekt her verstanden, war jedem klar, hier brüllt nur einer. West oder keiner.

Im Sonneberger Klinikum wird seit Samstag überlegt, ob eine HNO – Abteilung aufgebaut wird.

Der West Top Scorer Funke ließ in der ersten Hälfte zwei 100er liegen, machte aber in Halbzeit Zwei ein Unmöglichen…zum Ausgleich. Sollte der Favorit jetzt abschmieren?

Die Gäste versuchten noch irgendwas und dann spielte Voit im SON 16er Kati Witt, ein eingedrehter Axel und nachfolgend ein Salchow und Bums…Elfer… glasklar wie Fit oder Spüli auf der Brille.

Der Mann mit dem besten Ruhepuls, Butzke, schob die Kugel über die Linie. Nun gut…alles laut Plan.

Doch die Gastgeber nahmen die Verfolgung auf und kämpften lautstark mit Gebrüll…um den Ausgleich. Und um Haaresbreite (eins von dem Teufel seinen drei Goldenen) wäre ihnen der Ausgleich gelungen. Aber die Seuche am Fuß verhalf den Gästen einen Abstand zwischen Latte und Ball von zwei Metern. Puhhhhhhhhhh!

Dann wurde das Ding von der SG in die Ziellinie gezittert und der Schalter des „Vergessens“ umgelegt.   

Die Gäste packten ihre Socken, Zahnbürsten und Topfreiniger ein und machten im Bus noch Scherze über den ersten Krampf auf der Auswechselbank. Als der Bus beim Center des betreuten Wohnens in Neustadt bei Coburg vorbei fuhr, schmetterten die Bus Boxen von Kiss „ I was made for loving you“. Ende gut alles gut, welch ein Abend, viele wussten nicht mehr wie sie heißen, konnten aber ihre zwei Namen schreiben. Wenn das mal alles keine Hoffnung macht….